Navigation überspringen Sitemap anzeigen

Infothek

Fördern Zimmerpflanzen die Gesundheit?

Marina Ströer, Expertin für Innenbegrünung, führt durch den Studien-Dschungel.

Zimmerpflanzen tragen nicht nur zu einer wohnlichen, natürlichen und einladenden Atmosphäre bei – sie haben sogar einen therapeutischen Effekt auf das Wohlbefinden und die Gesundheit!

Das sagt Marina Ströer von der Firma Ströer Innen- und Außengrün aus Osnabrück. Die Innenbegrünungsexpertin mit Master of Science verweist auf eine koreanische Studie (S. H. Park & R. H. Mattson, 2009), der zufolge bereits die Betrachtung von Pflanzen den Gesundungsprozess fördert. In einem wissenschaftlich fundierten Versuch mit 90 Patienten waren die Zimmer von einer Hälfte der Teilnehmer während der postoperativen Erholungsphasen mit Pflanzen. Es zeigte sich, dass die von Pflanzen umgebenen Patienten signifikant weniger Schmerzmittel benötigten, einen niedrigeren systolischen Blutdruck aufwiesen und weniger von Angstzuständen und Müdigkeit betroffen waren.

  1. S. Ulrich stellte bereits 1984 in Bezug auf kürzeren Aufenthalt im Krankenhaus fest, dass sich Patienten mit einem Fensterblick ins Grüne schneller von leichtem Stress erholten als bei der Sicht auf Gebäude (R. S. Ulrich, 1984; R. S. Ulrich & R. Parsons 1992). „Viele weitere empirische Studien belegen, dass die visuelle Anwesenheit von Pflanzen die Schmerzwahrnehmung positiv beeinflusst. Andere bunte, ablenkende Objekte konnten dem positiven Effekt von Pflanzen nicht gleichgestellt werden, wie auch V. I. Lohr und C. H. Pearson-Mims 1996 zeigten“, so Marina Ströer weiter.

Wohltuend von der Raumluftqualität bis zur Akustik

Interessierten Kunden weist sie jederzeit gern den Weg durch den „Studien-Dschungel“ und erklärt, wie Innenbegrünung in praktisch allen Lebens- und Arbeitsbereichen zu mehr Wohlbefinden und Produktivität beitragen kann.

„Die Medizin lehrt uns, dass verschiedene Faktoren zusammenwirken, die eine Genesung unterschiedlich beeinflussen. Und wir wissen: Zimmerpflanzen reinigen nicht nur die Luft und reduzieren die Feinstaubbelastung, sondern heben die Luftfeuchtigkeit auf ein zuträglicheres Niveau. Außerdem sorgen sie für eine angenehmere Raumakustik“, weiß Marina Ströer. Auch wer sich bester Gesundheit erfreut, solle die wohltuende Wirkung von Zimmerpflanzen für die Atmosphäre daheim nutzen, rät die Expertin.

Literaturverzeichnis:

Lohr, V. I., & Pearson-Mims, C. H. (2000). Physical discomfort may be reduced in the presence of interior plants. HortTechnology10(1), 53-58.

Park, S. H., & Mattson, R. H. (2008). Effects of flowering and foliage plants in hospital rooms on patients recovering from abdominal surgery. HortTechnology18(4), 563-568.

Ulrich, R. S. (1984). View through a window may influence recovery from surgery. Science224(4647), 420-421.

Ulrich, R. S., & Parsons, R. (1992). Influences of passive experiences with plants on individual well-being and health. The role of horticulture in human well-being and social development93, 105.

Der grüne Daumen

Einer der häufigsten Gießfehler ist es der Pflanze zu viel Wasser zu geben. Die Wurzeln können dann nicht atmen. Erstens, da das Wasser eine Sauerstoffzufuhr zu den Wurzeln verhindert, zweitens wird bei Erdpflanzen die Erde fest und verschlechtert dadurch die Sauerstoffzufuhr in der Trockenphase und drittens können die Wurzeln anfangen zu rotten und sind hinterher nicht mehr in der Lage das Wasser und die Nährstoffe aufzunehmen.

Abhängig von der Pflanzensorte wird auch gegossen. Drachenbäume (Dracaena) und Bogenhanf (Sanseveria) brauchen zum Beispiel nur sehr wenig Wasser. Ein Gummibaum (Ficus) braucht mehr Wasser. Ihn stört es dann auch nicht so sehr über einen längeren Zeitraum nass zu stehen (ohne Trockenphase).  Pflanzen die in der Fensterbank zum Süden ausgerichtet stehen, brauchen mehr Wasser, als Pflanzen die in der Fensterbank Richtung Norden stehen. Im Winter brauchen Pflanzen weniger Wasser als im Sommer.

Allgemein gilt: Erst wenn die Pflanze trockensteht, also kein Wasser mehr vorhanden ist, nachgießen.

Wie viel Wasser Ihre Pflanze genau braucht sagt Sie Ihnen meistens selbst: Wenn die Blätter braun werden, sollten Sie den Wasserstand kontrollieren. Ist noch Wasser im Übertopf oder Gefäß vorhanden sollte man noch nicht nachgießen, denn dies kann ein Zeichen für zu viel Wasser sein. Ist die Erde trocken, dürfen sie gießen. Vorsicht bei neuen Pflanzen, denn hier kann es sein, dass die Wurzeln noch nicht bis zum Wasser reichen. Diese dürfen gegeben falls früher gegossen werden.

Vergessen Sie bitte nicht Ihrer Pflanze Nährstoffe zu zuführen. Das geht mit Flüssigdünger (z.B. Floralin Hydrokulturdünger) oder einem Langzeitdünger wie Levatit HD50. Für Erdpflanzen gibt es spezielle Dünger, je nach Pflanzenart; jedoch sind auch in Blumenerde bereits Nährstoffe vorhanden. Mit der richtigen Düngung erhält die Pflanze Ihre lebendige grüne Farbe und bekommt sie die Kraft um zu wachsen.

Sollte Ihre Pflanze trotz der Bemühungen nicht glücklich aussehen, kann es sein, dass sie erkrankt ist. Häufige Erkrankungen sind Blattläuse, Wollläuse und Pilze. Eine Behandlung der Pflanzen ist möglich. Wenden Sie sich an uns oder einen Händler in Ihrer Nähe.

Gießweiser

Wie funktioniert Hydrokultur?

In der Hydrokultur, wird mit bestimmten Zubehörteilen ein Habitat für die Pflanze geschaffen, dessen Wasser und Düngehaushalt man überblicken kann.  Das Zubehör besteht aus folgenden Teilen (siehe Abb).

A: Pflanze

B: Kulturtopf

C: Wurzeln

D: Gefäß

E: Wasser/Dünger

F: Blähton

G: Wasserstandsanzeiger

Grün am Arbeitsplatz erhöht die Leistungsfähigkeit

Viele Faktoren können die Leistungsfähigkeit von Mitarbeitern beeinflussen, unter anderem Umgebungsfaktoren wie Temperatur, Licht, Luftqualität, Akustik und Geruch (Bitner, 1992). Pflanzen können diese Umgebungsfaktoren beeinflussen.Zimmerpflanzen entfernen Chemikalien aus der Luft und sorgen für eine verbesserte Raumluftqualität (Wolverton, Johnson & Bounds, 1989). Die folgenden Pflanzen aus unserem Sortiment zählen sich nachgewiesen zu den Raumluftreinigern.

  • Spathiphyllum,
  • Sansevieria,
  • Ficus benjamina,
  • Dracaena Janet Craig,
  • Dracaena massangeana,
  • Dracaena marginata,
  • Chlorophytum elatum,
  • Scindapsus aureus,
  • Philodendron

Pflanzen können als Raumteiler eingesetzt werden, zur Akustikminderung oder als Sichtschtuz zum Beispiel beim Hantieren von vertraulichen Daten. Pflanzen in Eingangsbereichen und am Empfang verbessern das Image und die Repräsentativität Ihrer Firma gegenüber Kunden und Lieferanten.Auch Pflanzen in den Außenbereichen haben neben der Büropflanze einen positiven Effekt auf Mitarbeiter: Kollegen die lebende Pfanzen im Büro haben oder einen Fensterblick auf Grünanlagen haben eine bessere Einstellung gegenüber ihrer Arbeit und ihren Aufgaben (Dravigne, Waliczek, Lineberger und Zajicek, 2008).

Quellen:
Lohr, V. I., & Pearson-Mims, C. H. (2000). Physical discomfort may be reduced in the presence of interior plants. HortTechnology, 10(1), 53-58.Dravigne, A., Waliczek, T. M., Lineberger, R. D., & Zajicek, J. M. (2008). The effect of live plants and window views of green spaces on employee perceptions of job satisfaction. HortScience, 43(1), 183-187.Bitner, M. J. (1992). Servicescapes: The impact of physical surroundings on customers and employees. The Journal of Marketing, 57-71.Lohr, V. I., Pearson-Mims, C. H., & Goodwin, G. K. (1996). Interior plants may improve worker productivity and reduce stress in a windowless environment. Journal of Environmental Horticulture, 14, 97-100.Wolverton, B. C., Johnson, A. And Bounds, K. (1989). Interior Landscape Plants for Indoor Air Pollution Abatement. NASA/ALCA Final Report, Plants for Clean Air Council, Davidsonville, Maryland.

Hydrokultur und Schimmel

Grundsätzlich gilt, dass das Substrat der Hydrokultur (Lecaton) keinen Nährboden bietet für Schimmelpilz. Lecaton bietet allerdings eine sehr gute Oberfläche für Kalk- (aus dem Gießwasser) und Staubablagerungen. Diese können schnell verwechselt werden mit dem ungebetenen Schimmel (siehe Bild).

Wo bildet sich Schimmel?

Schimmelsporen finden wir überall in der Luft. Schimmel entsteht, wenn er günstige Wachstumsbedingungen vorfindet. Prinzipiell bildet Schimmel sich dort, wo (1) es feucht ist. Es ist bei der Hydrokulturpflanze immer wichtig, dass bevor nachgegossen wird, kein Rest Wasser im Topf oder Gefäß verbleibt (siehe Gießweiser). Dies hat viele Vorteile, unter anderem bietet man dem Schimmel keine fördernde Bedingung. Des Weiteren bildet sich Schimmel nur wenn (2) organisches Material als Nahrung zur Verfügung steht. Man sollte es immer vermeiden Kaffee, Tee (auch ungesüßt), und anderes organisches Material in ein Pflanzgefäß zu gießen oder legen. Als Dünger für Hydrokulturpflanzen empfehlen wir Floralin Flüssigdünger oder Lewatit Langzeitdünger.  Diese Dünger können Sie bei uns kaufen. Weitere Faktoren, die zu Schimmelbildung beitragen sind (3) ausreichend Zeit, (4) pH-Wert, (5) Sauerstoff und (6) Wärme. Die Werte die ein Schimmelpilz braucht um zu entstehen können schnell gegeben sein.

Solange die Hydrokulturpflanze nicht über einen langen Zeitraum sehr nass steht, kein organisches Material hinzugeführt wird und der richtige Dünger verwendet wird ist Schimmelbildung in der Hydrokultur ausgeschlossen.

Sind Zimmerpflanzen giftig?

Keine der von uns angebotenen Pflanzen sind zum Verzehr geeignet. Von der Wissenschaft werden viele Zimmerpflanzen als giftig für den Menschen eingestuft, allerdings überwiegend beim Verzehr von Pflanzenteilen. In seltenen Fällen kann die Berührung einer Pflanze zu Hautreizungen führen, dies gilt zum Beispiel für die Anthurium andreanum, Spathiphyllum, Philodendron scandens oder auch für die sogenannte Wolfsmilch eines Ficus (diese tritt beim Rückschnitt oder beim Abbrechen von Ästen aus). 

Zum Seitenanfang